Eine kurze Geschichte vom Lavendel
Die Geschichte vom Lavendel ist so interessant und komplex, dass es sich lohnt, für einen Moment inne zuhalten und seine Geschichte von der Vergangenheit bis zur Gegenwart Revue passieren zu lassen.
Die ersten duftenden Lavendel öle wurden in den 3.000 Jahre alten Gräbern der Pharaonen gefunden. Im alten Griechenland schätzte man die Heilkraft des Lavendel und im alten Rom gedufteten die Menschen in Friedenszeiten ihre Häuser und heilten in Kriegszeiten ihre Verwundeten. Die reinigende Wirkung des Lavendels gab ihm auch seinen Namen. Lavendel leitet sich vom lateinischen Wort "lavera" ab, was "waschen" bedeutet.
Die relativ einfache Herstellung von Lavendelöl durch Wasserdampfdestillation trug sicherlich zu seiner weiten Verbreitung in Europa bei. Aufgrund der hohen Nachfrage nach der Marseiller Seife und der Parfümerie Grasser wurde der Lavendel auf fast allen Gebirgszügen nördlich von Grasse und Marseille in einer Höhe von 600 bis 1300 Metern angebaut. Für die noch relativ arme Landbevölkerung, die sich damals weitgehend selbst mit der Landwirtschaft versorgte, hatte sich eine neue Einkommensquelle aufgetan. Jeder konnte in jedem Dorf wilden Lavendel schneiden und sammeln. In den 1980er Jahren traf ich selbst ältere Männer, die sich damit rühmten, die größten Lavendelbündel auf den Schultern den Berg hinunter zu tragen, oder die stolz davon erzählten, in der Nacht zuvor bei Vollmond Lavendel geschnitten zu haben.
In den 1920er Jahren wurde Lavendel auch in den Tälern in grossem Umfang angebaut. Das Ereignis der Industrialisierung hatte es möglich gemacht, die Weiden als "Produktionsgebiet" für Lavendel zu nutzen. Die Pflüge wurden durch moderne Traktoren ersetzt. Lavendel war aus den Bergen auf die Felder gewandert und zu einer "Kulturpflanze" geworden. Die Produktion war enorm gestiegen und es gab bereits eine erste Krise. Die Preise fielen und erreichten nie wieder das alte Niveau. In dieser Zeit waren Handelshäuser entstanden, die Vorkäufer aus Marseille oder Grasse, die sich mit noch grösseren Anlagen ausgestattet hatten und den Schnittern das Lavendelstroh abkauften. Die erste Krise war nur der Anfang, die Preise waren gefallen und der Markt teilte die Produktion noch in billigere Lavandin,
eine natürliche Mischung aus Lavendula vera und Lavendula spicata, die immer noch in Seifen und Waschmitteln verwendet wird, sowie "echter" Lavendel für die Parfümindustrie. Die Preise hatten geschwankt und neue Lieferanten waren in Italien, Bulgarien, Moldawien und auf der Krim aufgetaucht. Der Lavendelmarkt war zu einem globalen Markt geworden und ist es bis heute geblieben.
In den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts gab es auch eine Veränderung, die die Pflanzen selbst betraf, die alten Pflanzen brachten weniger Ertrag, die jungen Pflanzen wuchsen weniger. Wie eine Explosion schlug in den 1990er Jahren eine zunächst unbekannte Lavendelkrankheit auf den Feldern zu. Die hohe Spezialisierung und der Klimawandel wirkten sich negativ aus.
Der Lavendelanbau war reif für eine nachhaltige Betrachtung. Die "alten" Sorten wurden nach strengen Bio-Richtlinien angebaut. Der wilde Berghammer hat eine Renaissance erlebt.
Lavendel gedeiht auf kargen, kalkhaltigen Böden und liebt die Sommersonne wie ein durstiger Tourist. Sie entsteht in einer Höhe von 800 bis 1500 m. Erst im 3. Jahr sind die Lavendelpflanzen so groß, dass sie das Unkraut verdrängen. Bis dahin bedeutet das unermüdliches Jäten und Hacken. Diese Arbeit erfordert Ausdauer und Geduld und ist im ökologischen Landbau unverzichtbar, da wir hier keine Herbizide einsetzen. In der Ebene und im Hügelland kann maschinell mit speziellen Kleintraktoren geerntet werden.
Der wilde Berghammer in den Bergen der Haute Provence hingegen erfordert mühsame Handarbeit - die Ernte mit der Sichel.
DAMASCENA Lavendel wird bis zu 90 Minuten lang destilliert. Denn erst nach etwa 45 Minuten löst sich das Cumarin, ein Inhaltsstoff, der zur ausgleichenden und entspannenden Wirkung des Lavendels beiträgt, auf. Wir arbeiten eng mit einem Landwirt in Frankreich zusammen. Unser Partner und Freund baut feinen Lavendel, wilden Berglavendel (Wildsammlung) und Super-Lavandin in bester und kontrollierter Bio-Qualität an. Im Schweiße seines Angesichts pflanzt, sät und erntet er den Lavendel. Er zieht seine Jungpflanzen selbst und hegt und pflegt sie, bis sie zu kräftigen Pflanzen werden. Diese kräftigen und widerstandsfähigen Lavendelpflanzen liefern ein hochwertiges und wertvolles Öl, das vor Ort in traditionellen Herstellungsverfahren gewonnen wird. Unser Partner produziert exklusiv für uns und unsere Partnerfirmen. Die Menge an Lavendel der besten Qualität ist nur etwa.
Bien être Iris freut sich, seinen Kunden diese natürlichen organischen ätherischen Öle in reiner Form, als reines Hydrolat oder als Mischung in unseren verschiedenen Produkten anbieten zu können.




