Quinoa, ein gesundes Getreide aus den Anden
Ob im Salat, als Braten oder im Müsli: Die kleinen, runden Quinoa-Samen sind vielseitig einsetzbar und eignen sich hervorragend für Rezepte aus der vegetarischen und glutenfreien Küche.
Seit einigen Jahren erlebt Quinoa einen regelrechten Boom, Lifestyle-Magazine feiern die leicht nussig schmeckenden Samen als glutenfreies Superfood. Quinoa kann in der Küche sehr vielseitig verwendet werden: Die runden Körner schmecken in Salaten oder Bällchen, in Gemüsepfannen oder Aufläufen und sogar im Müsli. Auch Pfannkuchen oder Crêpes können mit gekochtem Quinoa oder Quinoamehl zubereitet werden.
Quinoa-Brei mit Gemüse
Salate, Müslis oder Bowls: eine Auswahl an tollen Rezeptideen mit Quinoa.
Quinoa: glutenfrei und reich an Proteinen.
Quinoa gehört nicht zu den Getreidearten, obwohl es in der Küche oft auf ähnliche Weise verwendet wird. Es ist ein so genanntes Pseudogetreide, wie u. a. Amaranth und Buchweizen. Quinoa eignet sich daher nur bedingt zum Backen von Brot oder Kuchen, da die Samen kein Gluten enthalten. Fehlt dieses Klebereiweiß, wird der Teig krümelig. Wenn man Quinoamehl dennoch für Brot oder Kuchen verwenden möchte, kann man es mit anderen Mehlsorten mischen oder auf glutenfreie Speisestärke und andere Bindemittel wie Eier oder Öl zurückgreifen.
Quinoa ist auch im Müsli ideal.
Als glutenfreies Lebensmittel eignet sich Quinoa besonders gut für Menschen, die aufgrund einer Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) typische Getreidesorten wie Weizen, Roggen oder Dinkel nicht vertragen. Sein Eiweiß- und Eisengehalt ist außergewöhnlich hoch. Das macht dieses Pseudogetreide besonders empfehlenswert für eine vegetarische oder vegane Ernährung.
Unterschiede zwischen den Quinoa-Sorten
Quinoa ist schon lange nicht mehr nur in Naturkost- und Bioläden, sondern auch in vielen Supermärkten erhältlich. In den Regalen findet man vor allem die sogenannte weiße Quinoa. Manchmal findet man auch Mischungen, z. B. mit schwarzem Quinoa. Diese Sorte ist etwas härter und benötigt daher etwas mehr Zeit zum Kochen.
Rote Quinoa ist seltener, sieht aber sehr dekorativ aus, vor allem in Salaten. Quinoaflocken, bei denen die Samen wie Haferflocken gequetscht werden, und gepuffte Quinoa eignen sich ebenfalls für Müsli. Man kann es auch selbst in einem geschlossenen Glas zubereiten, indem man es in etwas Öl erhitzt, ähnlich wie Popcorn.
Pestizidrückstände in Quinoa-Produkten
In der Vergangenheit haben Laboranalysen ergeben, dass einige Quinoa-Proben die Höchstmenge an Pestizidrückständen überschritten haben. Um sich davor zu schützen, sollten die Verbraucher vorsichtshalber Bio-Qualität kaufen.
Richtiges Aufbewahren und Einfrieren von Quinoa
Getrocknetes Quinoa kann an einem trockenen und kühlen Ort etwa ein Jahr lang aufbewahrt werden. Gekochte Quinoa sollte am besten im Kühlschrank aufbewahrt werden, wo sie sich gut abgedeckt einige Tage hält. Gut verpackt können die gekochten Samen auch eingefroren werden, dann sind sie mehrere Monate haltbar.
Herkunft: Quinoa stammt ursprünglich aus Südamerika.
Quinoa-Pflanzen mit Fruchtständen
Die Pflanzen können bis zu zwei Meter hoch werden und wachsen in Südamerika sogar noch in 4000 Metern Höhe.
Obwohl Quinoa bei uns erst seit wenigen Jahren bekannt ist, gehört sie zu den uralten Nahrungsmitteln. In den Anden wurde die Pflanze bereits vor 6000 Jahren angebaut, was ihr manchmal den Spitznamen "Inka-Weizen" einbrachte. Mittlerweile wird das beliebte Pseudogetreide in kleinen Mengen auch in der Schweiz angebaut. Der größte Teil stammt jedoch nach wie vor aus Südamerika, vor allem aus Peru, Bolivien und Ecuador. Um den Bauern in der Andenregion einen fairen Preis für ihr Quinoa zu garantieren, empfiehlt es sich, auf fair gehandelte Produkte zurückzugreifen.
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